Hype um Karbon

Nachdem ich schon einmal über Parkplätze für E-Autos hergezogen bin muss ich mich heute noch einmal dem Karbon widmen. Der Begriff Karbon-Blase, welcher in letzter Zeit immer wieder in der Presse zu sehen ist, fordert nach stärkeren Restriktionen im Bereich der Nutzung fossiler Energieträger. Es handelt sich dabei um die Einschätzungen von James Leaton, der mit seinen Forschungsergebnissen für Unruhe sorgt. Denn dieser warnt vor der sog. Karbon-Blase, bzw. einer Rohstoff-Blase, welche für Millionenverluste sorgen könnte.

Karbon-Blase – mit einfachsten Worten

Leatons Aussage nach können die Menschen nicht mehr als weitere 600 Gt CO2 in die Atmosphäre pusten – sonst steht uns ein Wetterchaos bevor. Und dieses, so Leaton, würde unmittelbar Artensterben im Rahmen des Klimawandels mit sich ziehen. Denn seinen Aussagen nach, kann unser Klima nicht mehr vertragen, ohne dass eine Katastrophe erfolgt. Aktuell sei der globale Ausstoß etwa 34 Gt in einem Jahr. Dies bedeute, laut einem Gastkommentar von Bärbel Hohn im Handelsblatt, die Menschheit hätte lediglich 20 weitere Jahre zur Verfügung, um den Ausstoß zu stoppen.
Mit seiner Aussage steht Leaton nicht allein. Seine Worte werden vom ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore ebenfalls bestätigt.

Die Folgen der Karbon-Blase für die Finanzwelt

Das erste Problem, welches sich hinter der Karbon-Blase versteckt, betrifft den Umweltaspekt. Jedoch beinhaltet diese Theorie ein weiteres Problem, mit dem die Finanzwelt konfrontiert wird. Denn Konzerne, welche Kohle, Öl und Gas fordern besitzen etwa ein Viertel der globalen fossilen Reserven. Diese sind in den Unternehmenswert von Konzernen wie Exxon, Shell BP integriert.
Somit müssen diese Unternehmen im Falle von Restriktionen zur Nutzung fossiler Energieträger mit massiven Abwertungen ihrer Firmenwerte rechnen. Und dies, wiederum, würde auf dem Aktienkurs ebenfalls eine Karbon-Blase bedeuten.

Geschätzter Verlust des Marktwertes der Konzerne bei Restriktionen

Die Einschätzungen, welche den möglichen Verlust der genannten Konzerne betreffen, könnten zwischen 40 und 60 Prozent ihres Marktwertes betragen. Dabei sieht Leaton als einzige Möglichkeit, der Katastrophe zu entgehen, darin, die von ihnen gesicherten Rohstoffe ungenutzt zu lassen.

Dadurch, so Bank of England, könne es zu einer Gefahr für die Stabilität des Finanzmarktes kommen. Und selbst wenn die Erwärmung des Klimas durch die Regierungen auf drei Grad lockern sollte, wäre dies keine Lösung des Problems. Daher besteht die Möglichkeit, dass die Investoren, wenn ihnen das Problem deutlich genug geworden ist, einfach das Kapital abziehen. Und das würde in der Finanzwelt einen richtigen Knall verursachen.

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